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Risiken erkennen, Missbrauch vorbeugen: Neues Merkblatt der Zewo für international tätige NPO

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17. September 2026
Die Zewo veröffentlicht ein neues Merkblatt für international tätige NPO. Es unterstützt Hilfswerke dabei, potenzielle Missbrauchsrisiken risikobasiert einzuschätzen und mit angemessenen Massnahmen vorzubeugen. Im Fokus stehen die Prüfung von Partnerorganisationen, Begünstigten und Mittelflüssen.

Das Merkblatt wurde unter Beizug des Staatssekretariats für internationale Finanzfragen (SIF) und in Konsultation mit der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) erarbeitet.

Risiken kennen und angemessen handeln

Der Schweizer NPO-Sektor arbeitet transparent und verantwortungsbewusst. Gerade international tätige Organisationen können jedoch in Kontexten tätig sein, in denen Partner, Begünstigte oder Mittelflüsse schwieriger zu überprüfen sind. Besonders risikobehaftet sind Tätigkeiten in fragilen Staaten, Konfliktgebieten oder Regionen mit eingeschränkter staatlicher Kontrolle.

Das Merkblatt zeigt auf, wie ein potenziell erhöhtes Missbrauchsrisiko zu erkennen ist und welche vorbeugenden Massnahmen sinnvoll sind. Entscheidend ist ein verhältnismässiger Ansatz: Die Anforderungen richten sich nach dem konkreten Risikoprofil einer Organisation.

Praktische Orientierung für NPO

Das Merkblatt beschreibt Good-Practice-Massnahmen zu Risikoanalyse, Governance, Projekt- und Partnerprüfung, internen Kontrollen und nachvollziehbaren Mittelflüssen. Eine Checkliste hilft zentrale Punkte systematisch zu prüfen.

So können NPO ihre internen Prozesse gezielt verbessern, wo aufgrund ihres Risikoprofils zusätzliche Massnahmen angezeigt sind.